(inklusive Qualifizierung nach den Richtlinien nach § 87b Abs. 3 SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in Pflegeheimen (Betreuungskräfte-Richtlinie vom 19. August 2008)

Dieser Kurs lehrt neben der Sprache als Zugang zum Bewohner auch andere Wege, da oft nur noch so eine Kontaktaufnahme möglich ist.

Wohlfühlpflege meint zusätzlich:

Körperkontakt

Anregung der Mundhöhle

Steigerung des Temperaturempfindens

Wohlfühlen hat zwei Kernbereiche: Mund und Zahnpflege und natürliche Pflegetechniken.

Hier soll soll einerseits die Bedeutung bekannter überlieferter Pflegetechniken bei der Zielgruppe der zu Betreuenden gewürdigt werden und eine Versorgung mit hoher Akzeptanz bei den zu Betreuenden eingeübt werden.

Arbeitsfelder und Aufgabenbereiche

Die Aufgabe der zusätzlichen Betreuungskräfte ist es, die betroffenen Heimbewohner z.B. zu folgenden Alltagsaktivitäten zu motivieren und sie dabei zu betreuen und zu begleiten:

- Malen und Basteln,

- handwerkliche Arbeiten und leichte Gartenarbeiten,

- Haustiere füttern und pflegen,

- Kochen und backen,

- Anfertigung von Erinnerungsalben oder -ordnern,

- Musik hören, musizieren, singen,

- Brett- und Kartenspiele,

- Spaziergänge und Ausflüge,

- Bewegungsübungen und Tanzen in der Gruppe,

- Besuch von kulturellen Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Gottesdiensten und Friedhöfen,

- Lesen und Vorlesen,

- Fotoalben anschauen.

Zielgruppen

  • Menschen mit Pflegeerfahrung
  • in Familie oder Ehrenamt
  • Un- und angelernte Kräfte in der Pflege
  • Examinierte Pflegekräfte
  • MitarbeiterInnen in Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Servicekräfte in stationären Einrichtungen

Grundlegende Anforderungen an die persönliche Eignung von Menschen, die beruflich eine Betreuungstätigkeit in Pflegeheimen ausüben möchten, sind insbesondere:

  • eine positive Haltung gegenüber kranken, behinderten und alten Menschen
  • soziale Kompetenz und kommunikative Fähigkeiten
  • Beobachtungsgabe und Wahrnehmungsfähigkeit
  • Empathiefähigkeit und Beziehungsfähigkeit
  • die Bereitschaft und Fähigkeit zu nonverbaler Kommunikation
  • Phantasie, Kreativität und Flexibilität
  • Gelassenheit im Umgang mit verhaltensbedingten Besonderheiten infolge von demenziellen und psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen
  • psychische Stabilität, Fähigkeit zur Reflexion des eigenen Handelns, Fähigkeit sich abzugrenzen
  • Fähigkeit zur würdevollen Begleitung und Anleitung von einzelnen oder mehreren Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit

Dauer / Finanzierung / Bewerbung

200 Unterrichtsstunden Vollzeit zzgl. 2 Wochen Praktikum

Finanzierung

Förderung möglich:

Die Maßnahme ist von einer fachkundigen Stelle zur Förderung der beruflichen Weiterbildung nach der AZWV zugelassen. Damit ist die  Voraussetzung geschaffen, dass die Teilnehmenden einen Bildungsgutschein erhalten können.

Bewerbung

Sollten Sie Interesse an unserem Lehrgang haben und die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, bewerben Sie sich bitte formlos bei uns und senden uns bitte einen tabellarischen Lebenslauf mit Foto zu.